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Was machen wir bei der Realistischen Notfalldarstellung
Sinn und Zweck der realistischen Notfalldarstellung
Geschichte
Was bedeutet RND ?
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Was machen wir bei der realistischen Notfalldarstellung?

Die Realistische Notfalldarstellung besteht aus den drei Bereichen Schminken, Szenario und Mimen. In Kombination kann so eine realistische Situation dargestellt werden.
Beispiel für Realistische
Notfalldarstellung:  Verbrennung
Schminken

Mit diversen Materialien ist es möglich, Schürf-, Schnitt-, Riss-, Brand- und Kopfplatzwunden, Knochenbrüche und vieles mehr zu schminken. Zu den häufigsten Utensilien zählen der Kitt, der die Grundlage für fast jede Wunde ist, die Farbpalette, um den Kitt der Hautfarbe anzupassen und zu röten und rote Farbpaste, die in den Kitt geschmiert wird und letztendlich die offene Wunde erkennen lässt. Schließlich darf natürlich das Filmblut nicht fehlen.
Die RND bedient sich aber auch an Plastikscherben, präparierten Nägeln, Plastik-Knochen, Sand, Schotter etc. Dies ermöglicht uns spezielle Verletzungen zu schminken und die Wunden zu "verdrecken".


Szenario

Oft zieht man sich eine Verletzung nicht einfach so zu. Man stürzt vom Fahrrad, schneidet sich beim Schneiden des Gemüses, fällt die Treppe herunter oder verletzt sich im Garten mit der Heckenschere oder oder oder. Um den Helfern ein realistisches Bild zu bieten, werden Requisiten verwendet, wobei auf die Sicherheit der Darsteller zu achten ist. So werden statt z.B. scharfen Messern oder Glasscherben bearbeitete stumpfe Messer oder Plastikscherben benutzt.
Die Darstellung der Situation neben dem Patienten führt dazu, dass die Helfer sich ein erstes Bild von der Lage machen können. Denn es kann auch vorkommen, dass der Patient sich aufgrund von Bewusstlosigkeit nicht mehr zu dem äußern kann, was passiert ist. Gerade dann sind Hinweise aus der Umgebung wie z.B. die leere Tablettenschachtel, Medikamente oder die Auskunft der Angehörigen sehr hilfreich. Nicht zuletzt und bereits des Öfteren betont, will die RND realistisch sein; dies ist sie nicht, wenn ein Mime einen Fahrradunfall darstellt, aber weit und breit kein Fahrrad zu sehen ist.


Mimen

Die Mimen stellen das Verhalten der Patienten dar. Sie können sich in deren Lage versetzen und wissen, welche Verletzungen bzw. Erkrankungen welche Symptome verursachen. Durch Mimik, Gestik und Äußerungen teilen sie den Helfern ihr Befinden mit. Auch reagieren sie entsprechend flexibel auf die Maßnahmen: Bei angemessenen Hilfeleistungen nehmen die Symptome ab, der Patient beruhigt sich bspw. und die Schmerzen lassen nach. Bei falschen, unsachgemäßen Maßnahmen verstärken sich die Symptome.
Manchmal ist es schwierig ernst zu bleiben. Insbesondere dann, wenn die Helfer "dumme Sprüche" oder sogar Witze erzählen, vielleicht, um den Darsteller aus der Reserve zu locken, vielleicht, um die Situation aufzulockern, vielleicht, um deren eigene Angst zu überspielen. Man weiß es nicht. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass es hier nahezu unmöglich ist, ernst zu bleiben und das Lächeln bzw. Lachen zu unterdrücken. Die Kunst liegt dann darin, nach einem Schmunzeln oder kurzen Lachen wieder in die Darstellung zurückkehren.
An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass es in Ordnung ist. Wir machen RND, weil es uns Spaß macht. Wir haben Freude an der Verletzten- und Erkranktendarstellung. Auch sollen die Helfer Erfolge verzeichnen, daraus lernen können und, selbst wenn es in diesen angespannten Situationen schwierig ist, Spaß an den Übungen haben.

Schlussbemerkung

Die Darstellung ist der wichtigste Bereich in der RND, denn ohne Mimen ist eine Darstellung erst gar nicht möglich. Dagegen sind das Schminken und das Unfallszenario nicht immer notwendig, weil bspw. beim Herzinfarkt nichts geschminkt werden muss und Requisiten nicht unbedingt erforderlich sind. Doch auch eine nicht gelungene Schminkleistung kann von guten Mimen ausgeglichen werden. Im Gegensatz dazu kann allerdings auch ein unerfahrener Mime trotz hervorragender Wunde und Szenario das Fallbeispiel schlecht ausfallen lassen, wenn er sich nämlich nicht an das entsprechende Verletzungs- bzw. Erkrankungsmuster hält.
Dies verdeutlicht, dass ohne Darsteller die Realistische Notfalldarstellung nicht existieren kann.
Sinn und Zweck der realistischen Notfalldarstellung

Wir wollen die Helfer der Rettungsdienste, Feuerwehren, Hilfsorganisationen aber auch private Personen auf die Situationen vorbereiten, auf die sie im Einsatz oder im Alltag stoßen können. Es gilt die Theorie, die sie sich
während ihrer Aus- und Fortbildungen angeeignet haben, in die Praxis umzusetzen. Was bringt es, beispielsweise zu wissen, dass Verletzte betreut werden müssen, aber dies bei gleichzeitiger Versorgung der Wunden bzw.
Behandlung gar nicht so einfach ist.

Hier eine nicht abgeschlossene Auflistung über die Fertigkeiten, welche Helfer bei möglichst realitätsnahen Übungen erlernen.
Konfrontation mit Verletzungen und Erkrankungen, die es gilt zu erkennen und zu versorgen
Absprache und Kommunikation mit seiner Kollegin/seinem Kollegen in der angespannten Lage
Abbau von eventuell bestehenden Berührungsängsten und Hemmungen im Umgang mit dem Patienten
...


Und nichts ist wichtiger, als
Eigensicherung: Ein Retter, der einem Patienten zu Hilfe kommt, dabei allerdings das noch unter Strom stehende Kabel übersieht oder sich auf die zu dünne Eisdecke des Sees begibt oder die Straßenabsperrung
vergisst, ist nicht gerade hilfreich.
Beispiel für Realistische Notfalldarstellung: Kopfplatzwunde
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